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Pilgern auf den Jakobswegen in Spanien und Portugal

Leuchtturm und Kilometerstein 0 in Finisterre © Susanne Otto

Leuchtturm und Kilometerstein 0 in Finisterre © Susanne Otto

Blick auf die Kathedrale von Santiago de Compostela © Susanne Otto

Blick auf die Kathedrale von Santiago de Compostela © Susanne Otto

Pilger auf dem Jakobsweg Camino Francés © Susanne Otto

Pilger auf dem Jakobsweg Camino Francés © Susanne Otto

Pilgerstatue in Finisterre © Susanne Otto

Pilgerstatue in Finisterre © Susanne Otto

In der Nähe von Portomarín, Blick auf die grüne Natur Galiziens © Susanne Otto

In der Nähe von Portomarín, Blick auf die grüne Natur Galiziens © Susanne Otto

Pilgern auf den Jakobswegen in Spanien und Portugal 

Der Jakobsweg ist der Inbegriff des Pilgerns. Dabei gibt es nicht nur einen Jakobsweg, sondern eine Vielzahl von Jakobswegen, die aus ganz Europa nach Santiago de Compostela in Spanien führen.

Aus Deutschland allein starten ca. 30 Jakobswege Richtung Spanien. Die bekanntesten Routen liegen in Frankreich, Portugal und Spanien selbst. Der klassische Jakobsweg ist der 800 km lange Camino Francés von Saint Jean Pied de Port in den Pyrenäen an der französischen Grenze bis nach Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens. Hier wandern die meisten Pilger vor allem auf den letzten 100 km. Der Weg ist für Einsteiger geeignet, bietet eine abwechslungsreiche Landschaft und eine gute Infrastruktur.

Auf dem Camino Francés
© Susanne Otto

Die Route des Camino Francés, so wie sie heute begangen wird, entstand bereits in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts.


Ein Jakobsweg für Jeden

Es gibt jedoch noch andere Jakobswege in Spanien und Portugal, die teilweise weniger besucht sind und jeweils einen ganz eigenen Charakter haben. Viele von ihnen beginnen an der Süd- oder Ostküste Spaniens und treffen früher oder später auf den Camino Francés, die Zielgerade sozusagen. Da ist zum Beispiel der Camino Catalán von Barcelona aus oder der Camino Mozárabe, der in Málaga beginnt und dann wiederum auf die Vía de la Plata trifft, einen weiteren 1000 km langen Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Wer die Küste bevorzugt, kann den Camino del Norte entlang der spanischen Atlantikküste bis nach Santiago de Compostela gehen. Es gibt aber auch kürzere Jakobswege, wie den Camino Primitivo beginnend in Oviedo in Asturien im nördlichen Spanien, ein Geheimtipp für eine 16-tägige Pilgerwanderung. Je nach Zeit und landschaftlichen Vorlieben, kann jeder seinen eigenen Jakobsweg auswählen. Die zwei Jakobswege in Portugal führen ebenfalls durch das gesamte Land hinauf nach Spanien. Hier kann man entweder in Lissabon oder an der Algarve starten.

Es gibt außerdem die Möglichkeit den Pilgerweg von Santiago de Compostela aus zu verlängern und bis zur galizischen Küste zu wandern, an das „Ende der Welt“ nach Finesterre, zum Kilometer Null.


Faszination Pilgern

Viele Wege führen nach Santiago de Compostela. Die Stadt im spanischen Galizien ist das Ziel aller Jakobswege. Warum ist das eigentlich so? Der Legende nach befinden sich hier die Gebeine des Apostels Jakobus des Älteren, der in Spanien als Missionar unterwegs war, um zu predigen. Bei seiner Rückkehr nach Jerusalem ließ ihn König Herodes Agrippa festnehmen und 44 n. Chr. köpfen. Zwei seiner Jünger sollen die Gebeine des Apostels über das Mittelmeer entlang der Küste Portugals nach Galizien gebracht haben.

813 n. Chr. fand ein Einsiedler das Grab und seit 830 n. Chr. ist Santiago ein Wallfahrtsort. Seitdem hat sich die Stadt neben Rom und Jerusalem zu einem der bedeutendsten christlichen Pilgerziele entwickelt. An der Grabstelle steht seit 1075 n. Chr. eine Kathedrale, die Kathedrale von Santiago de Compostela. Jährlich treffen hier über 200.000 Pilger zu Fuß, auf dem Fahrrad, zu Pferd oder als Rollstuhlfahrer ein.

Die Jakobsmuschel ist ebenfalls seit dem 11. Jahrhundert als Pilgerzeichen belegt. Sie wurden von der Atlantikküste nach Santiago gebracht und üblicherweise an Pilger verkauft. Noch heute ist sie das Wegsymbol der Jakobswege und schmückt viele Pilgerrucksäcke.


Camino Tours

Trinkwasser für Pilger in Ligonde
© Susanne Otto

Pilgerwanderungen auf den Jakobswegen sind jedoch nicht immer religiös motiviert. Viele Menschen begeben sich auf eine solche Fußreise, um über wichtige Entscheidungen nachzudenken, eine Auszeit zu nehmen und zu sich zu finden oder auch Schicksalsschläge zu verarbeiten. Die Erlebnisse auf dem Weg, in der Natur und mit gleichgesinnten Pilgern aus aller Welt, werden zu prägenden und sinnstiftenden Erfahrungen.

Bei Camino Tours kann man sich als Pilger auch einer begleiteten Gruppe anschließen. Das Team weiß aus eigener Erfahrung um die besondere Magie der Wege und das Gemeinschaftsgefühl, das unter den Jakobspilgern entsteht. Sie organisieren Pilgerreisen sowohl für Individualisten als auch für Gruppen auf den Jakobswegen in Spanien und Portugal. Die Übernachtungen sind in kleinen landestypischen Hotels und Pensionen, in größeren Städten auch in zentrumsnahen Hotels, sodass die Sehenswürdigkeiten gut zu erreichen sind. Übrigens bietet Camino Tours auch Radtouren mit Mountainbikes und an verschiedenen Ausgangspunkten an.


Weitere Infos zu den einzelnen Jakobswegen, Camino Tours und Wissenswertem rund um die Jakobswege findet Ihr auf www.caminotours.de 

Buen Camino!

 

Svenja Walter

Svenja Walter

Dein Kommentar:

Karl Otto Roth November 16, 2019 21:31

Kamen am 11. Mai 2010 zum Heiligen Jahr in St. Compostella an. Über Jahre verteilt lagen viele Etappen hinter uns. Vielfältige Erlebnisse und Erfahrungen prägten uns. Die ersten drei Abschnitte von St. Odile bis Beaune legten wir zu Fuß zurück, was sehr eindrucksvoll war. Dann mußten wir den Weg per Rad zurücklegen; eine Hüftoperation hatte dies notwendig gemacht. Wir möchten diese Zeit nicht missen, sie hat uns sehr bereichert.
Erschienen in

Ausgabe 205
205 (Winter 2019/2020)


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